¨¹ber das Mondfest: Geschichte und Legenden

11.09.2018

Nach dem chinesischen Mondkalender ist der 15. August das traditionelle Mondfest, oder Mittherbstfest, in China.  

Das Mondfest hat eine lange Geschichte. Im Altertum opferten die Kaiser im Fr¨¹hling der Sonne und im Herbst dem Mond. Schon in den Geschichtswerken aus der Zhou-Dynastie (ca. 11. Jahrhundert-256 v. Chr.) ist das Wort ?Mittherbst¡° zu finden. Sp?ter folgten die Adligen und Literaten dem Beispiel der Kaiser und bewunderten im mittleren Herbst den hellen Vollmond. Sp?ter entwickelte sich diese Sitte im Volk zu einer traditionellen Aktivit?t. In der Tang-Dynastie (618-907) entstand das Mondfest. In der Ming- und der Qing-Dynastie (1368-1911) ist es eines der wichtigsten Feste Chinas geworden.

Nach der Volkssage r¨¹hrt das Mondfest von der folgenden Legende her: In grauer Vorzeit gab es im Himmel zehn sengende Sonnen. Die Kulturen waren welk, so dass das Volk in bitterer Not lebten. Ein kr?ftiger Held namens Hou Yi bestieg den Gipfel des Kunlun-Berges, spannte den Bogen und schoss auf einmal neun Sonnen herunter. Er befahl der letzten Sonne, jeden Tag p¨¹nktlich auf- und unterzugehen, was dem Volk zum Wohl gereichte. Deshalb wurde er vom Volk verehrt und respektiert. Viele Leute, darunter Peng Meng, gingen zu ihm in die Lehre.

Hou Yi hatte eine sch?ne Frau, die Chang'e hie?. Eines Tages ging Hou Yi zum Kunlun-Berg, um einen Freund zu besuchen. Dort traf er auf die Himmelskaiserin. Diese gab ihm ein Lebenselixier und sagte ihm, wenn er das Elixier eingenommen habe, werde er unsterblich sein und zum Himmel steigen k?nnen. Da er es nicht ¨¹bers Herz bringen konnte, seine Frau im Stich zu lassen, gab er seiner Frau das Elixier zur Aufbewahrung. Seine Frau steckte das Elixier in ein K?stchen, was aber von Peng Meng gesehen wurde.

Eines Tages nutzte Peng Meng die Gelegenheit der Abwesenheit von Hou Yi und zwang mit dem Schwert Chang'e, das Elixier herzugeben. Da sie wusste, dass sie Peng Meng nicht entkommen konnte, verschluckte Chang'e das Elixier. Sogleich flog sie aus dem Fenster zum Mond, und Peng Meng musste fliehen.

Nach Hause zur¨¹ckgekehrt, wusste Hou Yi dar¨¹ber Bescheid. Er war tief traurig und rief zum Himmel den Namen seiner Frau. Erstaunt entdeckte er, dass der Mond dieses Tages besonders hell und rund war und dass es im Mond den Schatten eines Menschen gab, der Chang'e sehr ?hnlich aussah. Er eilte mit aller Kraft dem Mond nach. Doch sosehr er sich M¨¹he gab, er konnte ihn nicht einholen.

Hou Yi dachte jede Nacht an seine Frau. Er lie? im Hintergarten, wo sich Chang'e oft aufgehalten hatte, einen Tisch mit Weihrauchst?bchen und Fr¨¹chten, die Chang'e gern a?, aufstellen, um Chang'e im Mondpalast zu opfern. Als die Leute davon erfuhren, dass Chang'e zum Mond geflogen war, stellten sie auch im Mondschein einen Tisch mit Weihrauchst?bchen und beteten zu Chang'e. Seitdem verbreitete sich diese Sitte im Volk.

Das Mondfest hat viele Sitten, die von Ort zu Ort variieren. Sie dr¨¹cken alle den hei?en Wunsch der Menschen nach einem gl¨¹cklichen Leben aus. Die wichtigsten von ihnen, die bis heute beibehalten werden, sind die Bewunderung des Mondes und das Speisen von Mondkuchen.

Nach dem Mondkalender ist diese Zeit Herbst, wo Getreide und Obst reifen. Am Abend des Mondfestes sitzen Blutsverwandte oder Freunde zusammen, um den Mond zu bewundern. Am Mondfest jedes Jahres werden an verschiedenen Orten viele Veranstaltungen zur Bewunderung des Mondes organisiert.

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Quelle: www.joaonorte.com

Schlagworte: Mondfest,Mondkalender,Chang'e